Ein neues Mitglied zu gewinnen kostet Zeit und Geld. Ein Mitglied zu halten kostet oft nur ein Gespräch zur richtigen Zeit. Trotzdem fließt in den meisten Studios fast die ganze Mühe in die Werbung und kaum etwas in die Menschen, die schon da sind.

Wer selten kommt, kündigt eher

In einer Befragung von mehr als 1.100 Mitgliedern gaben rund 42 Prozent an, im ersten Jahr zu kündigen. Wer selten trainierte, kündigte häufiger (Pixformance, 2018).

Das ist eine gute Nachricht. Eine Kündigung kommt fast nie aus dem Nichts. Davor liegen Wochen, in denen jemand immer seltener kommt, und genau diese Wochen kannst du sehen.

Was ein Mitglied wert ist

Inhabergeführte Studios in Deutschland nehmen im Schnitt 59,24 Euro im Monat, die Ketten 40,54 Euro (DSSV, Eckdaten 2026). Ein Mitglied, das ein Jahr länger bleibt, bringt dir also rund 710 Euro. Bei drei Mitgliedern sind das schon mehr als 2.100 Euro im Jahr.

Mitglieder zahlen bei dir mehr als bei der Kette, weil sie bei dir gesehen werden. Das ist dein Vorteil, und er entscheidet sich am Empfang.

1. Begrüße jedes Mitglied beim Namen

Es klingt banal, und es wirkt trotzdem. Wer beim Reinkommen mit Namen begrüßt wird, fühlt sich als Teil des Studios und nicht als Nummer. Dafür muss dein Team die Namen nicht auswendig kennen: Es reicht, wenn der Bildschirm am Empfang beim Auflegen der Karte groß den Namen zeigt.

2. Merke, wer fehlt

Schau einmal in der Woche nach, wer länger nicht da war. Zwei bis drei Wochen ohne Besuch sind ein guter Anlass für eine kurze Nachricht. Sie muss nicht verkaufen. Ein ehrliches "Wir haben dich vermisst, alles in Ordnung?" reicht.

Viele Mitglieder kommen danach wieder, weil sie merken, dass es jemandem auffällt.

3. Sprich vor dem Vertragsende, nicht danach

Wenn die Kündigung auf dem Tisch liegt, ist das Gespräch meist schon verloren. Der richtige Moment ist etwa einen Monat vor dem Ende des Vertrags. Frag, wie das Training läuft, und biete an, den Plan gemeinsam anzupassen.

Dafür musst du wissen, welche Verträge bald enden. Wer das von Hand nachrechnet, merkt es oft erst, wenn es zu spät ist.

4. Mach es zur festen Gewohnheit

Nichts davon funktioniert, wenn es nur passiert, wenn gerade Zeit ist. Leg einen festen Termin fest, zum Beispiel montags eine Viertelstunde:

  1. Wer war seit drei Wochen nicht da?
  2. Welche Verträge enden in den nächsten 30 Tagen?
  3. Wen sprichst du diese Woche an?

Fünfzehn Minuten in der Woche reichen, um den meisten Kündigungen zuvorzukommen.

Wie Tresenly dabei hilft

Tresenly ist für genau diese Gewohnheiten gebaut. Beim Check-in zeigt der Bildschirm den Namen des Mitglieds und eine Farbe: Grün heißt willkommen, Gelb heißt, der Vertrag endet in den nächsten 30 Tagen. So weiß dein Team im richtigen Moment, dass ein Gespräch gut wäre.

In der Mitgliederliste siehst du bei jedem Mitglied, wann es zuletzt da war, und findest sofort alle, die länger fehlen. Die Montagsrunde dauert damit nur noch ein paar Minuten.